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Thriller und Fantasy

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  'Ich war noch nie in Immenstedt'

 

Ich starrte in seine Richtung. Seine Gedanken verwirrten mich, waren sie zum Teil auch irgendwie meine. Eine neue Tasse Kaffee einschenkend, nicht wissend, dass ich im Laufe seiner Gedanken schon mehr als drei getrunken hatte, blickte ich faszinierend auf seine Haltung, seine starrende Haltung, auf die Dielen gerichtet. Der Friedhof, was für ein Ort, ein Ort des ersten näheren Tete-a-tete mit der begehrenswerten Auserwählten in gleicher Klassenstufe, erst Reden, dann der erste Kuss, gefolgt von mehreren, heftigeren, etwas Befummeln, nicht viel, nur etwas, der Friedhof, einem Park ähnlich, ist der beste Platz für so etwas, Tote erzählen nichts weiter, sie schweigen in ihren Gräbern, sie haben so etwas nicht mehr nötig, dieses Befummeln und das Reden. Es war, als ob seine Gedanken stehengeblieben sind, versteinert, versteinert in dem Augenblick, als er anfing auf einen Punkt auf den Dielen zu starren, so wie schockgefroren, von einer Sekunde zur anderen.

Sie brauchen sich nicht zu wundern, er verhält sich oft so, wollen Sie noch eine Kanne Kaffee, mein Herr?Wieder schrak ich zusammen, denn wiederum hatte ich ihr Kommen nicht bemerkt. Ich drehte mich so schnell zu ihr, dass ich beinahe die Kanne auf dem Tisch umgeschubst hätte, aber sie verhinderte das in einer bewundernswerten Geschwindigkeit.Ja, gerne, aber wie viele habe ich denn schon geleert? Ich habe so den Eindruck, als ob ich schon ein paar Tage hier sitze, ihm zuhöre und Kaffee trinke.Sie lächelt, streicht sich ihre Schürze glatt. Ein paar Stunden, ein paar Tage, ein paar Jahre, ich bitte Sie, kommt es darauf an, auf die Zeit, auf diese Hure der menschlichen Vorstellung von Lebensverlauf, der alle Menschen aufsitzen, weil sie so verführerisch ist, am Anfang freundlich lächelnd und langsam vergehend, am Ende gnadenlos mit hartem Antlitz und rasend im Verlauf, und wenn dann das Ende dieser Zeit gekommen ist, winkt sie zum Abschied und sucht sich das nächste Opfer. Ich bringe Ihnen eine neue Kanne, frisch gebrüht, handgemahlen in einer Mühle, die schon viele vor mir benutzten, um diesen Trank zuzubereiten. Ehe ich etwas erwidern konnte, ehe ich sagen konnte, dass ich eigentlich nicht so viel Kaffee trinken wolle, war sie schon wieder hinter der halboffenen Tür verschwunden und das Klappern von Geschirr war deutlich wahrnehmbar, wurde aber augenblicklich von seiner Stimme in meinem Kopf übertönt. Er hatte seinen Blick vom Boden gelöst und schaute in meine Richtung.

So ist sie schon immer gewesen, obwohl man nichts mehr trinken wollte, hat sie immer wieder mit ihrem unnachgiebigen Lächeln nachgeschenkt, als ob sie Angst hätte, dass man verdurstet. Ähnlich wie hier, an dieser Stelle, ja, ich erkenne sie wieder, das war die Stelle, komisch, das alles so genau in diesem Holz zu sehen. An der Stelle meines Lebens habe ich angefangen zu trinken, angefangen hier in diesem gemütlichen Cafè, bei ihr, die sie erst mal einen spendiert hatte, so einen Kurzen, harmlos, zum Aufwärmen, damals, es war ja auch kalt, und auf einem Bein kann man ja nicht stehen, war gut, hat geschmeckt, und dann jeden Tag, einen, dann noch einen, und noch einen, wohl bekommen, ich hätte aufhören sollen, hab's aber nicht gemacht, auch nicht, als ich noch konnte. Und als ich das erste Mal unter dem Tisch lag, ja, ich weiß noch, wie das Gefühl damals war, einfach weggerutscht vom Stuhl, alles war wie in Watte gepackt, auch ihre Stimme, ist nicht so schlimm, kommen sie mal wieder hoch, der Muntermacher geht auf's Haus. Und dann jeden Tag hier, in geselliger Runde, einen nach dem anderen, bin immer später nach Hause gekommen, immer voller, immer streitsüchtiger, habe alle tyrannisiert, angeschrien, angepöbelt, die Frau, die Kinder, die Nachbarn, lange Zeit, ja, aber ich hatte keine Angst mehr vor dem Tod, manchmal schwankte ich da hin, da, stand auf dem Grab, auf dem Bauch von diesem Vulpius, Christian August Vulpius, stampfte mit dem Fuß auf, fragte ihn, ob er mich spürte. Mich, lebendig, furchtlos. Merkte nicht, dass meine Tränen auf seinen Bauch tropften, einsickerten, Vulpius, was für ein blöder Name, konnte der Bach spielen, an der großen Orgel in der Stadtkirche, so wie ich, aus dem Stehgreif. Als der geboren wurde, war Bach schon tot, vielleicht stand dieser Vulpius auch mal auf dem seinem Bauch, fragte ihn, wie ich ihn fragte, Schriftsteller, hat Skizzen aus dem Leben galanter Damen geschrieben, der Schelm, irgendwann steht jeder mal auf dem Bauch des anderen, jetzt stand ich auf dem des Räuberhauptmannes, nahm meinen Flachmann und trank auf seine Knochen, kann ja nicht schaden, rutschte aus auf seinem Bauch und landete neben ihm, nur eben zwei Meter höher als er. Ich konnte es riechen, das Ende, ich glaubte sogar, die morschen, verfaulten Knochen riechen zu können, im Liegen noch einen Schluck, auf den Schreck, auf den Schmerz der Erkenntnis. In dieser Nacht kam ich nicht nach Hause, schlief dort, zwei Meter über ihm und neben seinem Bauch, wachte auf durch eine rüttelnde Hand, die Hand des Friedhofaufsehers, schwankte los, und sie empfing mich hier, ne, du armer Kerl, musst etwas zur Stärkung haben, ach, da ist auch noch die Zeche ausstehend von vorigem Monat. Ich merkte, wie sie mir meinen Geldbeutel aus der Tasche zog, sich die Münzen zurecht zählte, einige mehr, als die Summe, die sie mir dabei sagte, aber ich konnte nicht reagieren, konnte nichts machen, wollte nichts machen. Der erste Schluck brannte, wie immer, dann nicht mehr, sie lächelte dazu, trink, trink mal, hilft dir, ja, hilft mir.

Er hatte wieder diese starre Haltung eingenommen, blickte unbeweglich auf diese Stelle der Diele, wie erstarrt, seine Stimme nicht mehr in meinem Kopf.

Armer Kerl, konnte es einfach nicht lassen, konnte nicht aufhören, traurig und gleichzeitig erfreulich, denn es war mein Verdienst, in zweifacher Form, wenn Sie verstehen, was ich meine. Darf es denn auch so ein kleiner Aufwärmer sein? So zur Unterhaltung?

Als ob sie meine Gedanken schon wusste, ehe ich sie gedacht hatte, lächelte sie und nickte zustimmend.

Ja, richtige Entscheidung, ist noch zu früh am Abend, muss auch nicht sein, wäre auf's Haus gegangen, aber ist besser so, aber der Kaffee schmeckt, ja, nicht wahr, na, dann ist ja alles gut.

Und schon war sie wieder hinter der halboffenen Tür verschwunden und fast gleichzeitig fing das Geschirrklappern an. Eine wirklich emsige Frau, die Gute. Meine Blicke wanderten dem Geräusch des Regulators folgend, musste mich umdrehen, um ihn zu sehen. Es war kurz vor sieben Uhr abends. Donnerwetter dachte ich, langsam muss ich aber gehen, ich war mir gar nicht bewusst, wie lange ich schon hier saß. Schade um diesen Mozart, wirklich sehr schade. Ich stand auf und wollte meine Jacke anziehen, die ich über die Stuhllehne gehängt hatte, als eine weibliche Stimme ertönte, die mich dazu brachte, die Jacke wieder loszulassen und mich umzudrehen. Links neben meinem Tisch saß eine ältere Frau und schaute mich mit einer sehr herausfordernden Körperhaltung an.

Muss das sein, dass Sie mich so anstarren, alles starren mich an, warum denn, weil ich so aufreizend bin, so sexy, so leicht zu durchschauen, weil alle denken, die ist blond, die hat ein paar ansehnliche Brüste, die spricht so doof, die ist doof. Also schauen Sie einfach mal zur Seite oder wünschen Sie mir einen Guten Abend.

Ich war doch ziemlich verblüfft ob dieser Sätze, fasste mich aber schnell und setzte mich wieder auf meinen Platz; vielleicht wird es ja interessant.

Ja, es wird interessant, interessant für Sie, Sie Grünschnabel. Oder glauben Sie etwa, wir sitzen hier zum Spaß, zum Kaffeetrinken, zum Klönschnack herum?

Äh, ich habe es nicht ausgesprochen, woher, zum Teufel, wissen Sie es?

Zum Teufel, toll, schön, ja, dieser Alte hat was, Teufel, Luzifer, Beelzebub, Verführer, Teifel, Verderber, Diabolus, Deiwel, Pferdefuß, Erbfeind, Bluthund, Widersacher, ach, wie viele Namen für ihn, je mehr Namen, umso mehr Bedeutung seiner Erscheinung, um so mehr Anerkennung, Anerkennung dessen, was in uns schlummert, wachsam, ständig bereit munter zu werden, plötzlich zu agieren, zu zeigen, wer wir auch sind, Bezeichnungen für einen Teil von uns, jeder kann ein Gladiator, Inquisitor, Söldner, SS-Mann, Stasi-Vernehmer, Verhörer eines Geheimdienstes, eiskalter und gefühlloser Mitarbeiter des Staatsschutzes, Pädophiler, Vergewaltiger, Sadomasochist, unbefriedigter Verwaltungsangestellter, unglücklich verheirateter Chef oder sonst was sein, jeder hat auch so einen Zweitnamen, nicht offiziell, nein, nicht doch, ganz verdeckt, nur ab und zu kommt ein kleines Zipfelchen an die Oberfläche, wir sind doch alle im Grunde gut, wirklich, bodenlos, abgrundtief, gut.

Sie lachte schrill und deutete auf sie, die in ihrer glattgestrichenen Schürze vor ihr stand und eine Karaffe mit Orangensaft auf den Tisch stellte.

Mein Herr, sie ist immer schon so gewesen, schrill, aufdringlich, offen, direkt, aber immer ehrlich, aus diesem Grund war sie beliebt, vor allem bei den Herren, Entschuldigung, nicht persönlich gemeint, sie hat es gekonnt, wusste sich auf alle einzustellen, alle waren zufrieden. Naja, mit Ausnahmen, aber wenige Ausnahmen, sehr wenige.

Sprach es, goss aus der Karaffe das ebenfalls auf dem Tisch stehende Glas voll und enteilte durch die halboffene Tür der Küche, war es eine solche, wobei kurz darauf das Geschirrklappern wieder einsetzte.

Orangensaft, O-Saft, Ausdruck für die Dummen, die, die nicht richtig reden können, für die meisten Männer, hirnlos, schwanzfaul, die denken, dass eine Ehefrau der Ersatz für Mama, für eine Küchenmaschine, für einen ewig durch das Haus eilenden Staubsauger, für Gebär-Aufzieherin-Betreuerin-Alleserledigerin-Immerverständnishaberin, für im Salon eine Dame, in der Küche eine Hausfrau, im Bett eine Hure, für die Buchhaltung eine Buchhalterin und eine, ich weiß nicht was, ist. Ja, die sagen O-Saft, manche wissen noch nicht einmal, wie das ausgesprochen heißt, aber das macht ja nichts, nein doch, sie bringen das Geld nach Hause, sie sind die Ernährer der Familie, Familie, wie klar das klingt, und wie unklar das doch ist, Familie, famulus oder famula heißen eigentlich Diener oder Sklave und Dienerin und Sklavin. Der davon abgeleitete lateinische zutreffende Begriff familia ist in der lateinischen Sprache sehr vielseitig interpretierbar. Für den heutigen allgemeinen Familienbegriff gab es im Lateinischen und im Griechischen kein Wort. Familia war nie der Begriff der Kernfamilie nach urdeutschem Recht, die bestehend aus Vater, Mutter, Kindern war und ist. Können Sie mir folgen, sie Mann? Mann, der dann, verheiratet und nicht in der Lage, seine Frau zu begeistern, sexuell zu begeistern erst recht nicht, Befriedigung liegt außerhalb des zu Erwartenden, heulend Trost sucht bei einer Hure, bei einer Frau, die für Geld Verständnis heuchelt, die ihren Körper zur Verfügung stellt für Herren, die selbst bei der größten Anstrengung der käuflichen Frau, die sich dabei so erniedrigt und beleidigt fühlt, es nicht schaffen, eine Erektion zu bekommen, die das nur macht, um Geld ausgeben zu können, mit vollen Händen, betäubend durch den Kauf, die keine Zukunft sieht als das bequeme Leben, das durch `'Beine breit' entsteht, die manchmal ein Kind hat, das sie versorgen muss, die schlimmer dran ist, als die Herren, die da kommen. Ja, O-Saft hat sie immer hingestellt, Kind, du musst das trinken, das gibt rote Wangen und rote dicke Schamlippen, mach mal, das gefällt, also los. Glauben Sie, die ist ohne Hintergedanken so nett, einfach als Menschenfreundin, als mitfühlende Inhaberin eines Cafés, das an der meist begangenen Straße der Stadt liegt, weil sie viel älter ist, viel, sehr viel älter, weil ich ihr gefalle habe, sie Gefallen an mir gefunden hatte, als Mensch, als Frau, sie Mitleid hatte, Mitgefühl? Ha! Diesen Saft muss ich bezahlen, teuer bezahlen, hat Sie Ihnen gesagt, wie teuer Kaffee hier ist, nein, sicher nicht, das würde auch nicht zu ihr passen, genauso wenig, wie diese Musik. Wer hört denn schon heute noch diesen Schnulzensänger, diesen Möchte-gerne-Herzensbrecher-von-der-Stange, den, der nie Herzen gebrochen hat, außer seinem eigenen, der über seine eigene Geilheit aus dem Fenster gestolpert ist, nun, den Aufprall hatte er nicht mehr bewusst wahrgenommen, und weg war er, in der Erinnerung einiger älterer Damen, damals waren sie jünger, lebte er fort, auf seinem Grab häuften sich Blumen, und viele dieser Verehrerinnen bekamen beim Anblick des Grabsteines feuchte Höschen, natürlich merkten ihre Ehemänner nichts davon, davon nichts und von anderem erst recht nichts. So ist das meiste normale deutsche Eheleben, erlebnisarm, erkenntnisarm, recht emotionslos, geschlossen zum Kreislauf des Zeugens, des Aufziehens, der Förderung, der Vergötterung, des Aufgebens der eigenen Bedürfnisse, bis zu den Enkeln, vielleicht hört man noch die Hammerschläge des Bestatters beim Zunageln des Sargdeckels, das war's dann, Glückwunsch, sie haben den ersten Preis für das Leben gewonnen.  

Ein bisschen bestürzt hörte ich ihr zu, schaute dabei auf ihre Hände, gepflegte Hände, besetzt mit kleinen Altersflecken, man sah ihnen an, dass eine Menge Creme herhalten musste, um die alternde Haut zu glätten und ihr wenigstens einen Anschein von Lebensjahren zu verleihen, die schon lange überschritten waren. Die Hände und der Hals verraten unverblümt, dass ein Mensch den Zenit seiner Tage überschritten hat, nicht umsonst tragen alternde weibliche Filmgrößen grazile Handschuhe und seidene Schals um den Hals, Ärzte können alles liften, Gesicht, Brüste, Hodensäcke, Schamlippen, hängende Ärsche, können Fett absaugen und an anderen Stellen wieder injizieren, können durch ihre ärztliche Kunst, Kunst ist gut, aus einem Schlabberbauch ein Sixpack formen,  aber nicht die Hände, nicht den Hals, den muss man zur Schau tragen, da muss man Farbe bekennen oder verdecken, aber auch ein Schal verrutscht mal, irgendwann muss man auch die Handschuhe ablegen, muss zeigen, dass man so alt ist, wie man ist, muss man jugendlichen Galanen offenbaren, dass sie ihre balzende Federkrone vor einer tauben Henne ausbreiten. Schlimm, fürwahr, aber ehrlich, wer von den jungen Anerkennungsjägern möchte schon von einer alternden und faltigen Hand an intimer Steller berührt werden, wer von den jungen VIP-Jägern möchte schon ernüchternd auf den Boden der Realität gestoßen werden, wenn sich die VIP als das darstellt, was sie wirklich ist, nackt, hypoton, geil, aber unattraktiv, anders, als auf den mit einer Software bearbeitenden Bildern, die die Jugend betonen, das Stramme, das Wilde, Ungestüme. Das weicht mit den Jahren der Kurzatmigkeit, der Kraftlosigkeit, der Ich-will-aber-ich-kann-nicht-mehr-so-Einsicht, eben dem, was das Alter ausmacht, körperlich. Aber für die Männer gibt es ja die Chemie, kleine blaue Tabletten bringen den Vater der Welt wieder in Form, nebenbei den Blutdruck in schwindelnde Höhen, alle ist gut, auch wenn die Erschöpfung doppelt ist und Mann froh ist, überlebt zu haben. Was bedeuten da schon faltige Hände und ein faltiger Hals, das Gefühl des in sie Eindringens ist wie früher, das Gefühl des in sich eindringen lassen ist auch noch gut, fast so wie damals, so, wie vor hmzig Jahren, als alles noch stramm und fest war. Hurra, ich bin immer noch jung, ich kann es noch, fast, wie damals, aber etwas fehlt, egal, aber etwas fehlt, etwas fehlt.

Tolle Gedanken, sehr aufschlussreich. Aber Sie haben recht. Genauso ist es.

Sie hatte sich noch etwas von dem Saft eingeschenkt, den sie folgend mit einem Zug austrank. Dann stellte sie das Glas zurück auf den Tisch und starrte mich aus gläsernen Augen an, so, als ob sie Unmassen von Alkohol getrunken hätte.

Haben Sie es schon bemerkt? Hier in diesem Cafè kann man Gedanken lesen, mithören. Eine feine Sache, finde ich, keiner kann sich vor dem anderen verbergen. Nicht, wie im wirklichen Leben, nicht, wie da draußen. Jeder hat das Recht und die Pflicht das zu hören, was der andere wirklich denkt. Finde ich gerecht, entsprechend, einfach nur stimmig, denn wer hat das Recht, seine Gedanken, seine Gefühle vor dem anderen zu verbergen, wer, nein, keiner, kein Mensch, kein Tier, niemand. Alles, was lebt, hat Gedanken, Gefühle, für den anderen manchmal, nein, fast immer, nicht verständlich, nicht verstehen wollend, Leben bedeutet denken, fühlen, nein, andere Reihenfolge, fühlen, denken, ja, so ist es richtig, natürlich, göttlich, eben gut.'